In den Stadtteilen St. Georg, Borgfelde und Hamm arbeiten und leben Menschen mit unterschiedlicher Herkunft, Glaubensrichtungen und Lebensentwürfen. Vielen von ihnen liegt es am Herzen, Individualität und Vielfalt als wertvolle Teile ihrer Gesellschaft zu leben.

Gemeinsam engagieren sie sich seit Jahren in einem Netzwerk, das den Namen „Vielfalt St. Georg–Borgfelde-Hamm“ trägt. Nicht-staatliche Organisationen, Vereine, Gemeinden, Kultureinrichtungen, Schulen und Behörden treten hier für ein friedliches und buntes Miteinander ein. Gefördert wird das Netzwerk vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit dem Programm “Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit”. Herzstück des Netzwerkes ist der Begleitausschuss, der für den roten Faden der inhaltlichen Arbeit langfristig verantwortlich ist und regelmäßig über Vorhaben und die Vergabe von Projektmitteln entscheidet, Koordinatorin und Ansprechperson ist Katty Nöllenburg aus dem CVJM-Vorstand und dem IKM.

Mit der Beteiligung im öffentlichen Raum, dem interkulturellen und interreligiösen Dialog, einem vertieften Kennenlernen unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen sowie Empowerment treten die AkteurInnen von „Vielfalt St .Georg-Borgfelde-Hamm“ gewaltsamen Entwicklungen in unserer Gesellschaft entgegen. Dabei bauen sie auf gegenseitige Unterstützung und profitieren vom Wert nachhaltiger und belastbarer Beziehungen.

Zu den Aktivitäten im Stadtteil gehören der Ramadan Pavillon, verschiedene Demokratiekonferenzen, das Jugendforum und das Stadtteilfest, das am 23. September auf dem Gelände des Integrations- und Familienzentrums (IFZ) stattfand. Das Stadtteilfest ist einer der jährlichen Höhepunkte im Stadtteil, bei denen es gelingt, durch unterschiedliche Angebote Menschen verschiedenen Alters und unterschiedlicher Herkunft zusammenzubringen.

Es ist ein gelungenes Beispiel zivilgesellschaftlichen Engagements für eine offene, friedliche, multikulturelle Gesellschaft und vor allem Nachbarschaft.

Veranstaltet wurde das Fest von der Ev.-Luth. Gemeinde St. Georg-Borgfelde und dem Einwohnerverein St. Georg. Neben Informationsständen, auch von der Interkulturellen Begegnungsstätte Alsterhafen und Vielfalt St. Georg–Borgfelde-Hamm, gab es ebenfalls einen Flohmarkt sowie ein Soccer-Turnier. Auf der Bühne waren unter anderem die Jugendlichen des Jugendforums zu sehen.

Zusammen sind wir weniger allein?

Darüber hinaus stand bei der 3. Demokratiekonferenz, die nur wenige Tage zuvor stattfand, die Frage von Vor- und Nachteilen von Monokultur und Diversität im Mittelpunkt.
Diskutiert wurden an diesem Abend die Vor- und Nachteile von Monokultur und Diversität: Was bedeuten diese Begriffe? Was davon ist positiv oder negativ? Welche Auswirkungen auf den Stadtteil gibt es?

Für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Demokratiekonferenz gab es eine eindeutige Antwort auf diese Fragen: Beide Begriffe, Monokultur und Diversität, finden im Stadtteil gleichzeitig statt und haben ihre Berechtigung – sie sollten sich daher auch nicht gegenseitig ausschließen.

Vielfalt St. Georg–Borgfelde-Hamm nimmt sich dieser Aufgabe an und möchte ein friedliches Zusammenleben diverser Kulturen fördern und gemeinsame Aktivitäten und Offenheit gegenüber anderen Kulturen vorantreiben. Dahingehend, dass der Stadtteil weiterhin eine „einmalige, vorbildliche Diversität der Kulturen in Hamburg“ bleibt.

Das alternative Stadtteilfest – Gelebte Vielfalt in St. Georg

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