Zu Beginn des Jahres wurde im Hamburger Rathaus die Ausstellung „Rund um die Alster. Hamburger Geschichte im Nationalsozialismus“ gezeigt. Zahlreiche Veranstaltungen an unterschiedlichen Plätzen rund um die Alster begleiteten die Ausstellung, darunter auch im Haus des CVJM zu Hamburg. Entwickelt wird die Ausstellung jährlich von der KZ-Gedenkstätte Neuengamme mit Unterstützung der Hamburgischen Bürgerschaft anlässlich des Gedenktages zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar. In diesem Jahr drehte sich alles um das Leben an der Alster zur Zeit des Nationalsozialismus: Wer übte wie Macht aus, wie sahen Protest und Widerstand aus, was können wir über Architektur- und Industriegeschichte, Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit lernen?

Am Abend des 30. Januar machte das Begleitprogramm zur Ausstellung Halt im Schrödersaal des CVJM: Mehr als 70 Zuhörer und Zuhörerinnen fanden den Weg zum Vortrag von Prof. Dr. Axel Schildt von der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg: Er beleuchtete die Rolle des Bürgertums in Hamburg am Ende der Weimarer Republik und berichtete von ihrer Verbindung zu deutschnationalen und nationalsozialistischen Kreisen: Im Februar 1926 war Adolf Hitler, damals noch Führer einer kleinen Partei, erstmals Gastredner des Nationalklubs von 1919 im Hotel Atlantic. Der Nationalklub war eine Vereinigung von rund 450 meist kaisertreuen, reaktionären Reedern, Senatoren, Kaufleuten, Politikern, die sich als Hamburger Führungselite aus Staat, Wirtschaft und Handel verstanden.

Bis Mitte Februar lud die Ausstellung „Rund um die Alster. Hamburger Geschichte im Nationalsozialismus“ Interessierte ein, sich näher mit Menschen zu beschäftigen, die damals an Orten rund um die Alster lebten, arbeiten oder ihre Freizeit verbrachten.

Der CVJM zu Hamburg freut sich, einen Beitrag zu dieser so wichtigen Ausstellungs- und Vortragsreihe leisten zu dürfen. Denn, so auch Carola Veit, Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft, die Veranstaltungen zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus setzten „ein wichtiges Signal für das Erinnern und gegen das  Vergessen – gerade  in  Zeiten,  in  denen  antidemokratische Bewegungen, die Hetze und Hass schüren, an Zulauf gewinnen.“

Rund um die Alster – Hamburger Geschichte im Nationalsozialismus

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