Das Haus an der Alster verändert sich: Sichtbar und unsichtbar.

Es war im Oktober des vergangenen Jahres, als sich der Reisedienst Ost & Fern nach mehreren Jahrzehnten aus dem Haus des CVJM verabschiedete. Die Organisation bot vor allem Gruppenreisen mit den Schwerpunkten Literatur, Kunst- und Kulturgeschichte, Architektur, Politik und Religion an und war für viele Menschen ein wichtiger Anlaufpunkt. Wir berichteten damals im KurzAnzeiger darüber. Mit dem Weggang des Reisedienstes wurden nun auch die Räumlichkeiten im zweiten Obergeschoss des Hauses frei. Diese bald wieder mit Leben zu füllen, lag und liegt dem CVJM am Herzen. Was also tun? Eine Überlegung führte zunächst dahin, das Haus aufstocken zu lassen bzw. neue Nutzungszwecken zuzuführen. Dies wiederum wäre mit entsprechenden Auflagen verbunden, die im denkmalgeschützten Haus an der Alster einen entsprechend hohen Aufwand bedeuteten. Warum also in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah: Der ebenfalls langjährige Mieter, das Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation (ikm), suchte schon länger nach weiteren Räumen für sein wachsendes Team, und auch der CVJM selbst wünscht sich weitere Arbeitsplätze für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit dem ikm als wichtigem Bildungsträger u.a. in den Bereichen Mediation, Friedenspädagogik, Interkultureller Kommunikation, bleibt der CVJM zudem seiner gemeinnützigen Ausrichtung verbunden sowie seinem Anspruch, ein offenes Haus des Miteinanders, der kulturellen Vielfalt sowie des Gestaltens zu sein.

Schnell machten sich die Verantwortlichen im CVJM an die Organisation der Neugestaltung der zweiten Etage. Viele Menschen braucht es für solch einen Umbau: Das Architekturbüro HUKE-SCHUBERT BERGE zeichnete dabei von Anfang an für die Planung der Räumlichkeiten verantwortlich. Weiterhin braucht es Abbruch- und Rückbaufirmen, StatikerInnen, Brandschutzbeauftragte, MaurerInnen, ElektrikerInnen und viele mehr.

Zunächst galt es die bisherigen Installationen stillzulegen, die Räumlichkeiten zu entkernen bzw. rückzubauen: Den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen im CVJM und ikm machte sich dies durch hartnäckige Klopf- und Bohrgeräusche bemerkbar: Hier wird etwas Neues gestaltet – das war klar zu hören. Mauern wurden abgerissen, so dass die Etage bereits jetzt viel offener und lichtdurchfluteter ist. In einem Raum legten die Arbeiter gar eine wunderschöne Stuckdecke frei. Der Lärm ließ schließlich nach, so dass nun die Bühne frei wird für die nächsten Schritte: Dies sind vor allem Arbeiten am Mauerwerk, den Wänden, der Elektrik und den Fußböden.

Vier neue Büro- bzw. Gruppenräume sowie ein einladendes Foyer stehen dem ikm zukünftig zur Verfügung. Wenn ein Teil des ikm Teams in die zweite Etage umzieht, verbleibt in der ersten Etage schließlich mehr Platz für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des CVJM.

Erhalten bleibt die Wohnung im zweiten Stockwerk, welche seit jeher für Freiwilligendienstleistende des CVJM zur Verfügung steht. Nach der Renovierung wird diese auch weiterhin für CVJM-Zwecke genutzt werden. Zum Sommer werden die Räume soweit gestaltet sein, dass der Umzug über die Bühne gehen kann. Wir freuen uns schon jetzt!

Aber neben den sichtbaren Veränderungen in der Villa an der Alster, gibt es ebenfalls Neuerungen, die nicht sofort ins Auge springen: Neben unserer neuen Freiwilligendienstleistenden Lusia Schade gibt es mit Vahab Döner einen weiteren neuen Mitarbeiter im Verein. Zusammen mit Klaus Dieter Spenner nimmt Vahab Döner Aufgaben rund um das Facility Management wahr: In Zeiten von Abbruch, Umbau und Wideraufbau eine willkommene Unterstützung.

Und schlussendlich ändert sich ebenfalls vieles im Bereich der Kommunikation: Mit dem neuen Design des KurzAnzeigers und einem neuen Auftritt in den Sozialen Medien (Facebook: CVJM zu Hamburg e.V. und Alsterbar) versuchen wir auch über die Grenzen des Vereins hinaus Menschen zu erreichen. Gerade durch Fake News und rechte Hetze, insbesondere im Netz, ist es für den Vorstand des CVJM zu Hamburg e.V. umso wichtiger, einen positiven Gegenpol darzustellen. Mit Berichterstattungen über die Arbeit mit Geflüchteten, Hinweise auf Veranstaltungen und Vorstellungen von Mitarbeitenden und Teilnehmenden der Programme im Haus und insbesondere in den Projekten des Alsterhafen, wollen wir aufzeigen, dass ein interkulturelles und interreligiöses Zusammenleben auch ohne Hass und Abgrenzung funktionieren kann und soll.

Umbauarbeiten gestern, heute und morgen

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