Hanifah Soylu ist Eventkoordinatorin und Hausmanagerin im CVJM zu Hamburg und bereits seit acht Jahren Mitglied im Verein. Neben der Planung der internen und externen Veranstaltungen ist sie ebenfalls für die internationalen Freiwilligen und die Café-TeamerInnen Ansprechpartnerin.

„Der Alsterhafen ist in diesem Jahr die größte Neuerung bei uns im Haus gewesen“, berichtet Hanifah und geht dabei sowohl auf die positiven Seiten als auch auf die Herausforderungen ein. „Durch das Projekt haben wir neue TeamerInnen gewonnen, die sehr engagiert sind und sich in das Vereinsleben einbringen.“
Das offene Café des Alsterhafens ziehe nach und nach mehr Menschen mit Fluchterfahrung an, die den Ort nutzen, um gemeinsam Hausaufgaben zu machen und zu spielen: „Die langjährigen Mitglieder des Schachclubs und interessierte Geflüchtete spielen mittlerweile sogar schon Schach zusammen – das finde ich superschön.“
Natürlich bringt ein neues Projekt auch Herausforderungen mit sich, die insbeson-dere in den ersten Monaten zu spüren waren, erklärt Hanifah, die Organisation und Koordination der Raumbelegungen und Einarbeitung von neuen helfenden Händen seien nicht immer einfach gewesen.

Besonders freue sie ebenfalls, dass die PR-Arbeit des Vereines in diesem Jahr so vielfältig geworden ist und viel Engagement aus der Mitte der Mitglieder kommt: „Unser Vereinsmitglied Diego hat zusammen mit einem ehemaligen Gast die neue Homepage gestaltet, die sich immer weiter verbessert – darüber hinaus freuen sich viele Mitglieder über den Kurz Anzeiger von Willi, der über das aktuelle Geschehen im Verein auf dem Laufenden hält.“ Daran lag es ihrer Meinung nach auch, dass so viele alteingesessene Mitglieder in diesem Jahr erstmalig wieder beim Sommerfest des Vereins zu Gast waren: „Ich glaube die Mitglieder merken, dass sich im Haus einiges verändert.“

Verändert habe sich auch das Aussehen der Alsterbar: „Unsere TeamerInnen haben die Initiative ergriffen und das neue Design der Alsterbar geplant und mit dem Maler zusammen umgesetzt – das zeigt den Teamgeist bei uns im Haus!“ Neben der Alsterbar erscheine nun auch der Schrödersaal im neuen Glanz, schwärmt Hanifah: „Unser Hausmeister Klaus-Dieter hat eine tolle Arbeit geleistet!“ Darüber hinaus sei er ebenfalls bei der Eröffnungsfeier des Alsterhafens eine große Unterstützung gewesen, da er sogar an seinen freien Tagen nach St. Georg gekommen sei, um die Feier vorzubereiten.

Bevor der Alsterhafen im Sommer gestartet ist, konnten sich die jungen Erwachsenen der Initiative Citizen of the World in den Räumen an der Alster verwirklichen und haben einige Projekte auf die Beine gestellt: „Wir hatten regelmäßig Veranstaltungen und Workshops, wie das Pub Quiz, das International Café und die Gruppe Alsterbunt, die sich weiterhin wöchentlich trifft – ein Highlight für mich war das Kochen mit Geflüchteten am Ramadan. Danach sind die Mitglieder der Gruppe mit den geflüchteten jungen Menschen in die Moschee gefahren, um gemeinsam das Fasten zu brechen.“ Es seien tolle Ideen durch die jungen Erwachsenen entstanden und viele Gleichaltrige in das Haus gekommen. „Ich freue mich, dass die Gruppe in ihrer Freizeit diese tolle Arbeit geleistet hat.“

 

 

In der Initiative Citizen of the World war auch Musa aktiv, die bis Mitte des Jahres als Bundesfreiwillige im CVJM zu Hamburg tätig war. „Musa war die erste internationale Freiwillige bei uns im Haus und ist für mich eine gute Freundin geworden, quasi ein Teil der Familie“, erzählt Hanifah mit einem Lächeln. „Obwohl sie so viele Aufgaben von mir bekommen hat, hat sie trotz meiner anfänglichen Skepsis ihre Arbeit fantastisch gemacht und sogar innerhalb der ersten sechs Monate Deutsch gelernt – denn im Büro gab es die Regel: Mit Musa wird nur Deutsch gesprochen, dafür hat sich mich zwischendurch bestimmt verflucht!“

Seit Anfang des Jahres ist Phumlani als „Bufdi“ im CVJM und hatte nach Musa ein schweres Erbe anzutreten: „Ich habe sofort erwartet, dass Phumlani alles so kann, wie Musa – das war natürlich unfair ihm gegenüber.“ Mittlerweile hat auch Phumlani seinen Platz im CVJM zu Hamburg gefunden: „Er übernimmt andere Aufgaben als Musa und unterstützt Klaus-Dieter bei vielen Arbeiten und auch sein Deutsch wird immer besser!“

Zwölf Monate im Haus an der Alster – ein Rückblick

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